Einladung zum Fluechtlings- und Menschenrechtskongress von The VOICE

Forum in Duesseldorf durch das Organisationskomitee der
Internationalen Menschenrechtswoche

An alle!
Wir wollen Sie dazu einladen, am Fluechtlings- und Menschenrechtskongress und den Diskussionen zur Situation politischer Gefangener und zu den Menschenrechtsverletzungen in den Herkunftslaendern der Fluechtlinge und in Deutschland teilzunehmen. Die Veranstaltung wird vom 6.-10. Dezember 2001 an der Fachhochschule Duesseldorf stattfinden.
Der Fluechtlingskongress wird versuchen, die internationale Vernetzung zwischen den hier lebenden Fluechtlingen und den Herkunftslaendern fuer die Freiheit der politischen Gefangenen in den Herkunftslaendern zu verstaerken. Schwerpunkt werden die Situation der politischen Gefangenen und Menschenrechtsverletzungen in Kamerun und Guinea sein.
Es wird Arbeitsgruppen und Diskussionen ueber Laender in Afrika und anderen Kontinenten geben. Desweiteren wollen wir ueber Menschenrechtsverletzungen an Fluechtlingen und ueber die Situation von hier lebenden Fluechtlingen diskutieren.
Der Kongress wird versuchen, die Kluft zwischen den Widerstandsaktionen und der Solidaritaet mit den Opfern zu ueberbruecken und die der AktivistInnen und den hier lebenden Fluechtlingen, um fuer die Freiheit der politischen Gefangenen in den Herkunftslaendern zu kaempfen.

Um die Vorbereitungen und Durchfuehrung des Kongresses zu erleichtern, hoffen wir auf Ihre baldige Anmeldung Vielen Dank im Voraus fuer ihre Mitwirkung, Cho Lucas Ayaba, Andrea Schmitz-Faas, Paolo Eyong Osaren Igbinoba, Gaston Ebua and John Dunn The VOICE Refugee Kongress Kommitee in Duesseldorf

 

 

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FREIHEIT FUeR ALLE POLITISCHEN GEFANGENEN - ASYL IST EIN MENSCHENRECHT

Politische Situation und Menschenrechtsverletzungen in den Heimatlaendern der Fluechtlinge und in Deutschland. Netzwerk Jenseits der Grenzen

The VOICE Forum Fluechtlingskongress vom 6. bis zum 10. Dezember 2001 in Duesseldorf an der Fachhochschule Josef-Gockeln-Str. 9, Duesseldorf-Golzheim

Die Folter der politischen Gefangenen und Kritiker in Kamerun and Guinea:
Staatliche Unterdrueckung und Exekution politischer Gefangener in Kamerun: Kamerun wird seit ueber 18 Jahren von einer korrupten Diktatur unter Paul Biya regiert. Repressionen gegenueber Kritikern und Oppositionellen und deren Hinrichtung sind Routine. Tausende Oppositionelle, MenschenrechtsaktivistInnen eingeschlossen, wurden entweder getoetet, eingesperrt oder ins Exil gezwungen.
Das despotische Regime in Guinea Conakry: Die ueber 17-jaehrige Herrschaft Lansana Contes, der resistent ist gegenueber jeder Verabredung und jedem Dialog und der kein Interesse am sozialen Wohlbefinden der Bevoelkerung von Guinea hat, hat mehreren Tausend Oppositionellen das Leben gekostet.
Die Probleme der Herkunftslaender der Fluechtlinge werden nach wie vor isoliert und ignoriert, ebenso wie die Probleme der Fluechtlinge, die hier im Exil sind. Menschen, die fuer soziale und politische Gerechtigkeit und Befreiung kaempfen, werden auf der ganzen Welt verfolgt, gefoltert und getoetet.
Die politisch korrupte Zusammenarbeit der westlichen Laender mit den diktatorischen Regimes hat verhindert, dass die oeffentliche Meinung und der Widerstand derer, die von den Menschenrechtsverletzungen in ihren Laendern und den westlichen Staaten betroffen sind, anerkannt werden. Der Kampf fuer soziale Gerechtigkeit wird unterminiert und sabotiert durch die Politik des "Teile und Herrsche" der imperialistischen Ordnung. Diese Ordnung versucht politische und oekonomische Herrschaft durch ungleiche Verteilung von Reichtum aufrecht zu erhalten - die Ursache sozialer Spannungen.
Ueber die Solidaritaetsaktionen gegen Menschenrechts-verletzungen, die Zerstoerung der Umwelt und die Verfolgung von AktivistInnen in den Herkunftslaendern der Fluechtlinge wird von den Medien, den Nichtregierungsorganisationen, der internationalen Gemeinschaft und den Politikern wegen der feindlich gesonnenen westlichen oekonomischen Interessen nicht berichtet. Die neo-kolonialen Strukturen der westlichen Laender zur Unterdrueckung des politischen Kampfes der politischen Gefangenen sowie ihres Widerstands fuer die soziale Verantwortlichkeit ihrer Staaten und fuer eine progressive Entwicklung in Richtung Gleichheit, verdeutlicht die korrupte Kollaboration und die verborgenen Plaene der westlichen Laender, in den Laendern der Fluechtlinge zu dominieren.
Der Kampf der politischen Gefangenen kann nur dann fortgefuehrt werden, wenn wir die Gefangenen selbst unterstuetzen, die in ihrem Widerstand eingeschraenkt sind. Wir werden unseren Widerstand mit denen, die zurueckgeblieben sind, vereinigen. Den Widerstand der politischen Gefangenen zu unterstuetzen, heisst selbst im Widerstand zu sein.
Fluechtlinge, Menschenrechtsaktivisten und Anwaelte von politischen Gefangenen sind eingeladen, um auf dem Kongress ueber die Situation in folgenden Laendern zu sprechen:
Der Voelkermord und die westliche Ausbeutung in Kongo Kinshasa:
Millionen von Menschen wurden getoetet und verstuemmelt in dem vom Westen unterstuetzten Krieg um die Ausbeutung der Ressourcen im Kongo. Die Wahl einer legitimen Regierung, durch die Kongolesen, die ihre Interessen vertritt, steht noch aus.
Der von der Industrie unterstuetzte Krieg in Angola: Seit dem Kampf zwischen den Kommunisten und den Kapi talisten um die Kontrolle in Angola haben 25 Jahre Krieg das Land vollstaendig ruiniert. Tausende wurden von Landminen verstuemmelt und Gegner des Krieges der Ausbeutung bleiben Opfer des Systems.

Demonstration Samstag, 8th December, Gustaf-Gruendgens-Platz, Duesseldorf, 12.Uhr

Freiheit fuer alle politischen Gefangenen, Stopp aller Abschiebungen, Bewegungsfreiheit fuer alle Menschen, Asyl ist ein Menschenrecht.

Arbeitsgruppen:
Verschiedene Arbeitsgruppen werden beratschlagen ueber Verfolgungen und die Situation politischer Gefangener in anderen Laendern wie: Guinea Conakry, Togo, Kamerun, Nigeria, Kongo Zaire, Kongo Brazzaville, Niger, Algerien, Sierra Leone, Angola, Sudan, Ruanda, Sri-Lanka Iran and Nepal.

Es wird Informationen ueber den laengsten Massenhungerstreik politischer Gefangener in der Tuerkei geben.
Es werden Workshops und Treffen zum Thema "Neo-koloniale Globalisierung und die imperialistische Ordnung" stattfinden: mit Schwerpunkt auf den Plan Colombia (Lateinamerika), Sri-Lanka (Asien) und Afghanistan.
Die Situation von Fluechtlingen in Abschiebegefaengnissen und die rassistische Politik in Deutschland wird diskutiert werden, insbesondere die inhumanen Abschiebegefaengnisse und das Apartheid =96 aufenthaltsbeschraenkende Gesetz "Residenzpflicht" fuer Fluechtlinge in Deutschland. Fluechtlinge sind in ihrem Aufenthalt auf die Landkreise beschraenkt und Kontrollen in den Fluechtlingsheimen unterworfen mit dem Ziel ihrer Abschiebung. Fluechtlinge werden nicht nur waehrend des Abschiebeprozesses verfolgt und gefoltert, sondern sie koennen auch in Laender abgeschoben werden, wo sie in Gefahr sind verfolgt, ermordet zu werden oder zu verschwinden. Es wird eine Arbeitsgruppe zur Bewegungsfreiheit gegen
Residenzpflicht und der Karawane fuer die Rechte der Fluechtlinge und MigrantInnen in Deutschland "ohne Grenzen" geben. The VOICE Refugee Forum arbeitete mit dem Internationalen
Menschenrechtsverein, der 1998 die Tour der Karawane fuer die Rechte der Fluechtlinge und MigrantInnen in 44 Staedten mit Demonstrationen und Diskussionen unter dem Motto: "Wir haben keine Wahl, aber wir haben eine Stimme."

Fluechtlinge, Menschenrechtsaktivisten, Kritiker, ehemalige politische Gefangene und deren Anwaelte werden aus den Herkunftslaendern der Fluechtlinge zum Kongress eingeladen. Es werden Konferenzen, Workshops, Arbeitsgruppen, Diskussionen, Konzerte, Theater und Kundgebungen stattfinden. Kulturprogramm:

Konzert und Music
Theatergruppe "The Mountain Mourners" aus =94Southern Cameroon=94
Percussion von The Bongo Blues
Lesungen und Gedichte
Da Fluechtlinge kein Geld besitzen, um den Kongress zu finanzieren oder an ihm teilnehmen zu koennen, sind Spenden absolut notwendig. Am dringlichsten ist die Finanzierung von Bussen und anderen Reisemoeglichkeiten, ohne die viele Fluechtlinge nicht kommen koennen. Die Durchfuehrung des Kongresses kostet Geld. Fluechtlinge aus allen Bundeslaender haben bereits ihr Interesse bekundet, teilzunehmen. Es gibt auch Gruppen, die mit Asylbewerberheim im Verbindung stehen: Thueringen, Hessen, Niedersachsen, Hamburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Bayern, Baden-Wuerttemberg, und Nord-Rhein-Westfalen.

Spendenkonto:
Zapata e.V., Verwendungszweck: Human Rights Week, Nr. 802217467, BLZ: 44010046, Postbank Dortmund
Kontakt:
The VOICE Forum Fluechtlings- und Menschenrechtsgruppen in Deutschland www.humanrights.de

The VOICE Africa Forum
Schillergaesschen 5
O7745 Jena
Tel.: 03641/665214
Fax: 03641/423795-420270
The_Voice_Jena@gmx.de<

>

The VOICE Africa Forum N.R.W.
Tel.: 0173-7711395
The_Voice_nrw@gmx.de<

>

The VOICE Africa Forum
c/o AStA Fachochschule
Josef-Gockeln-Str 9
40474 Duesseldorf
Tel.: 0173-1761737 o. 0174-3559321
The-Voice-Duesseldorf@gmx.net

The VOICE Africa Forum
Kranichsteinerstr. 81
64289 Darmstadt
Tel: 06151-712365 o. 0175-3267398
Fax: 06151-782438
The_Voice_Darmstadt@hotmail.com

The VOICE Goettingen
The_Voice_Goettingen@gmx.de

The VOICE Berlin
The_Voice_Berlin@gmx.de

The Voice Fluechtlingsforum Kongress von MenschenrechtsaktivistInnen
fuer die Freiheit politischer Gefangener
Menschenrechtswoche vom 6.-10. Dezember 2001

 

6.12. DonnerstagPressekonferenz11.00
Plenum16.00
Abendessen18.00
Begruessungsrede19.30
gemeinsame Abendveranstaltung21.00

 

7.12. FreitagFruehstueck 8.30
Arbeitsgruppen10.00
Mittagessen13.00
Arbeitsgruppen14.00
Abendessen17.00-18.00
Podiumsdiskussion18.00
Konzert21.00- 1.00

 

8.12. SamstagFruehstueck 9.30
Demonstration12.00-16.00
Abendessen17.00
Praesentation der Arbeitsgruppen18.00
Theater20.00

 

9.12. SonntagFruehstueck 8.30
Plenarsession10.00
Mittagessen13.00-15.00
Auswertung der Veranstaltung
Wie geht=92s weiter?
Vorbereitung der Pressekonferenz
Vorbereitungen fuer Montag15.00-18.00
Abendessen18.00
gemeinsame Abendveranstaltung19.00

 

10.12. MontagFruehstueck 9.00
Pressekonferenz11.00-12.00
Strassentheater12.30-15.30

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Anmeldung zur Menschenrechtskongress von 6 -10 Dezember, 2001 an der Fachhochschule Duesseldorf
Anreise:
- mit der Bahn: vom Hbf mit der U-bahn Nr. 78oder 79 in Richtung Messe bzw. Duisburg bis Haltestelle Theodor-Heuss Bruecke dann etwas zuruecklaufen. Dann links in die Georg Glock Strasseund nach 50m rechts in die Josef-Gockeln Str., nach 50m auf der linke Seite ist der ausgeschilderte Eingang. - Fuer Verpflegung und Uebernachtung ist gesorgt. Bitte bringt Schlafsack und Isomatte mit. - Wir bitten um eine Spendenbeitrag von 1 bis 50 DM
See you there.

 

Telefonische Anmeldung ueber AStA FH Duesseldorf - 0211-451206; per Fax- 0211-452369; e-mail:asta@fh-duesseldorf.de oder ueber "The Voice" - siehe Kontaktadressen im Aufruf www.humanrights.de Hiermit melde ich mich zum Menschenrechtskongress vom 6.-10. Dezember in Duesseldorf an.
 ich esse vegetarisch
 ich esse vegan
 ich fahre im Rollstuhl
 sonstige Anmerkungen:

 

Name:

 

(optional) Organisation:

 

(optional) Adresse:

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AStA Fachhochschule
Josef-Gockeln-Str. 9
40474 Duesseldorf
The-Voice-Duesseldorf@gmx.net
Tel.: 0173-1761737

The VOICE Africa Forum
Schillergaesschen 5
O7745 Jena
Tel.: 03541/665214
Fax: 03641/423795-420270
The_Voice_Jena@gmx.de

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
Seit der Ratifizierung der Menschenrechtscharta der Vereinten Nationen 1948 ist der 10. Dezember internationaler Menschenrechtstag. Aus diesem Anlass veranstalten wir ein Menschenrechtskon-gress vom 6.-10. Dezember 2001 an der Fachhochschule Duesseldorf. Als Anlage erhalten Sie den Aufruf zum Kongress, die zeitliche Uebersicht, eine Selbstdarstellung von The VOICE und den Finanzplan. Wir schreiben Ihnen mit der Bitte, diesen Kongress finanziell und ideell zu unterstuetzen. Die finan-zielle Unterstuetzung kann in Form von Sach- oder Geldmitteln erfolgen. Wir erwarten, dass etwa 300 Fluechtlinge, AsylbewerberInnen, MigrantInnen und UnterstuetzerInnen an dem Kongress teil-nehmen werden. Zielsetzung des Kongresses ist es, Toleranz und die Durchsetzung der Menschen-rechte in der Gesellschaft zu foerdern und die Einrichtung eines Netzwerkes zu unterstuetzen, das sich langfristig fuer die Rechte und die Freiheit von politischen Gefangenen einsetzt. TeilnehmerInnen, die finanziell die Moeglichkeit haben, den Kongress zu unterstuetzen, werden ge-beten, einen Teilnahmebetrag in Hoehe von etwa 50,- DM zu bezahlen. Dieses Geld werden wir da-zu einsetzen, evtl. noch ausstehende Kosten zu decken. Die Summe der Einnahmen aus den beiden Kuturveranstaltungen, Theater und Konzert, werden wir spenden, um damit politische Gefangene in ihrem juristischen Kampf um Menschenwuerde und Freiheit finanziell zu unterstuetzen.
Wir wenden uns mit diesem Schreiben auch an andere Stiftungen und Organisationen und halten unsere Finanzen transparent, damit Sie gut nachvollziehen koennen, wofuer Ihr Beitrag verwendet wird. Da wir erst vor kurzem mit den Vorbereitungen beginnen konnten, draengt nun leider die Zeit bis zum Kongress. Daher wuerden wir uns ueber eine moeglichst baldige Antwort an die oben genannte Adresse der Fachhochschule Duesseldorf freuen. Wir hoffen auf Ihre Unterstuetzung.

 

Mit freundlichen Gruessen,

John Dunn - Internationalismus Referent im AStA der FH Duesseldorf
Andrea Schmitz-Faas - Referentin fuer Politische Bildung im AStA der FH Duesseldorf The VOICE Africa Forum e.V.

 

 

Unterstuetzung der Internationalen Menschenrechtswoche von The VOICE Refugee Forum zum Thema:
Freiheit fuer alle politischen Gefangenen =96 Asyl ist ein Menschenrecht
The VOICE Refugee Congress wird vom 6. bis zum 8. Dezember ein internationales Treffen mit dem Ziel einer bundesweiten Beteiligung von Fluechtlingen und MigrantInnen waehrend der =94Internationalen Menschenrechtswoche=94 veranstalten.
Der Kongress wird organisiert von Menschenrechtsaktivisten von The VOICE Refugee Forum mit der Unterstuetzung von StudentInnen des AStA der Universitaet Duesseldorf.
Fluechtlinge und MigrantInnen verschiedener Nationalitaeten, die in Deutschland leben, werden mit Diskussionen zu den internationalen Problemen durch Menschenrechtsverletzungen, unter Bezugnahme auf die politischen Gefangenen in ihren Heimatlaendern und auf die Situation von Fluechtlingen in Deutschland ihr politisches Engagement manifestieren.
Mit der =94Internationalen Kampagne fuer die Freiheit politischer Gefangener=94, die jedes Jahr im Dezember organisiert wird, hat sich The VOICE Refugee Forum in den Jahren 1996 =96 1999 mit der Unterstuetzung von Fluechtlingen und deutschen Gruppen und Organisationen aus Thueringen intensiv fuer die Menschenrechte engagiert.
Seitdem ist es eine Tradition von The VOICE Forum und fuer selbstorganisierte Fluechtlinge politische Veranstaltungen fuer die Freiheit politischer Gefangener zu organisieren. Die Veranstaltungen wenden sich gegen Menschenrechtsverletzungen in den Herkunftslaendern der Fluechtlinge und gegen die fuer Fluechtlinge repressive Situation in Deutschland. Sie finden im Rahmen von jaehrlichen Gedenkveranstaltungen anlaesslich der Erklaerung der Menschenrechte am 10. Dezember 1948.
Bei den Veranstaltungen in den vergangenen Jahren standen politische Gefangene und die soziale und politische Situation sowohl in Afrika wie zum Beispiel in Nigeria, im Sudan, in Togo, Kamerun, Kongo, Sierra-Leone als auch in Deutschland im Mittelpunkt. Im Rahmen der Veranstaltungen fanden Pressetermine, Konferenzen, Podiumsdiskussionen, Demonstrationen und Kundgebungen und kulturelle Programmpunkte mit internationalen Gaesten, oft Kuenstlern aus Amerika, Europa und Afrika statt.
Eine der intensivsten Kampagnen von The VOICE Forum in den Jahren 1996 und 1997 war die Kampagne fuer die Freilassung Beko Kutis und anderer politischer Gefangener in Nigeria, die von Europa, Amerika und Afrika aus unterstuetzt wurde. Sie fuehrte dazu, dass Dr. Beko Kuti zum Gewinner des Menschenrechtspreis der Stadt Weimar wurde =96 zu einem Zeitpunkt, als er selbst noch im Gefaengnis sass.

 

The VOICE nahm an der Protesttour der Karawane fuer die Rechte der Fluechtlinge und MigrantInnen durch 44 deutsche Staedte teil . Der Fluechtlingskongress in diesem Jahr wird spaet organisiert aufgrund des intensiven und erschoepfenden Engagements in der Kampagne fuer die Abschaffung der Residenzpflicht und der Koordination des bundesweiten Protests gegen die Residenzpflicht mit mehr als 4000 Teilnehmern vom 17. bis zum 19.Mai in Berlin. Auch fuer die Demonstration fuer Bewegungsfreiheit im Rahmen der Protestaktionen gegen den G8-Gipfel, an der ueber 50 000 Personen teilgenommen haben, hat sich The VOICE sehr engagiert. Dieses Engagement hatte zum Ziel, dem Streben nach internationaler Bewegungsfreiheit fuer Fluechtlinge als Menschenrecht eine neue Staerke zu geben. Diesem Ziel diente auch unsere aktive Teilnahme am antirassistischen Grenzcamp gegen Abschiebegefaengnisse und Abschiebung im August dieses Jahres in Frankfurt.
The VOICE Refugee Forum engagiert sich im bundesweiten Netzwerk fuer Bewegungsfreiheit und gegen die Bewegungs- und Aufenthaltshaltsbeschraenkung fuer Fluechtlinge durch die =94Residenzpflicht=94 seit der Erklaerung des Karawane Fluechtlingskongresses mit der Forderung nach Abschaffung der Residenzpflicht im April 2000 in Jena. Die Kampagne fuer die Abschaffung der Residenzpflicht ist seither die wichtigste Kampagne von The VOICE und anderen Menschenrechtsgruppen in Deutschland geworden. An der Kampagne haben sich bislang Tausende Fluechtlinge beteiligt.
Dieser Kongress will dazu beitragen, folgende Punkte naeher zu analysieren:
- Die Entwicklung weiterer Plattformen fuer den Kontakt von Fluechtlingsaktivisten untereinander zur Unterstuetzung von Fluechtlingen und Menschenrechtsgruppen in Deutschland soll gefoerdert werden.
- Der Kongress ist nicht nur fuer die politische Selbstbestimmung der Fluechtlinge wichtig. Er ist ebenso wichtig fuer die Selbstorganisation von Menschenrechtsgruppen und fuer die Vorbereitung eines weiteren Kongresses fuer die Freiheit politischer Gefangener.
- Auch wegen des geringeren Interesses deutscher und europaeischer Gruppen und Organisationen fuer das taegliche Engagement gegen Probleme in den Laendern der Fluechtlinge und fuer die Anliegen der Fluechtlinge in Deutschland ist dieser Kongress wichtig. Ebenso haben die Gruppen weniger Interesse sich fuer die Menschenrechte zu organisieren.
- Er hat zur Aufgabe, die Distanz zwischen der Widerstandsbewegung und den Betroffenen oder den Opfern von Menschenrechtsverletzungen in den Heimatlaendern der Fluechtlinge oder in Deutschland zu ueberbruecken. Die Fluechtlinge sollen zu politischem Engagement ermutigt und in ihren jeweiligen Wohn- und Wirkungsorten in Deutschland unterstuetzt werden.
Unsere Versuche die Kommunikationsschranken zwischen Fluechtlingen durch grundlegende Diskussionen und Berichte zu ueberwinden werden die Solidaritaet unter den Fluechtlingen in ihrem taeglichen Kampf staerken.
Am Ende des Kongress werden von und fuer Fluechtlinge bundesweite Informationsveranstaltungen und Kampagnen fuer die Freiheit politischer Gefangener und zum Protest gegen die Menschenrechtsverletzungen in ihrem Heimatlaendern initiiert werden. Fluechtlinge aus verschiedenen Regionen und Gruppen sind zur Teilnahme an dem Kongress aufgerufen. Pressevertreter und Menschenrechtsaktivisten werden zum Kongress eingeladen. Der Hauptteil des bisher angefallenen Kosten fuer Vorbereitungstreffen und die Mobilisierung von Fluechtlingen in verschiedenen Staedten wurde von Fluechtlingsaktivisten mit ihren Honoraren, die sie als Redner zur Situation politischer Fluechtlinge in Deutschland oder in anderen europaeischen Laendern erhalten haben, bestritten.
Spenden fuer Uebersetzungsausstattung und Dolmetscher sowie fuer Transportkosten fuer Redner und fuer die Fluechtlinge selbst werden aber nach wie vor dringend benoetigt. Unterstuetzung fuer die Dokumentation und die Oeffentlichkeitsarbeit waere uns hoechst willkommen.
Wir werden an Gruppen und Organisationen appellieren, die uns mit uns zusammengearbeitet haben und die bundesweiten Kampagnen und Initiativen von The VOICE Forum in Deutschland unterstuetzt haben. Zu nennen waeren: Der Karawane-Kongress in Jena, die Kampagne fuer die Abschaffung der Residenzpflicht, der Protest gegen den G8-Gipfel in Genua, das Antirassistische Grenzcamp, die Karawane fuer die Rechte der Fluechtlinge und MigrantInnen, kein mensch ist illegal, das Noborder Netzwerk und die Nord-Sued-Allianz, der BUKO, Studentengruppen, Gewerkschaften, Kirchen, Menschenrechtsgruppen und =96organisationen, Fluechtlingsraete, und internationalistische Netzwerke.
Wir rufen fuer Spenden und zur Unterstuetzung des Kongresses fuer die politischen Gefangenen auf. Fluechtlinge aus allen deutschen Bundeslaendern haben grosses Interesse an der Teilnahme, aber sie haben kein Geld, um fuer Transportkosten aufzukommen.

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The VOICE Forum fuer Fluechtlinge =96
Fluechtlings-Menschenrechtsgruppe in Deutschland
Kampagne fuer die Bewegungsfreiheit von Fluechtlingen und MigrantInnen, das Ende der Abschiebungen und fuer die Freiheit von politischen Gefangenen.
Das VOICE Forum fuer Fluechtlinge ist ein freiwillig und selbstorganisiertes Fluechtlingsforum von jetzt in Deutschland lebenden Fluechtlingen aus verschiedenen Herkunftslaendern. The VOICE ist 1994 von Fluechtlingen, die unter menschenunwuerdigen Lebensbedingungen im Asylbewerberheim Muelhausen in Thueringen (Ostdeutschland) lebten, gegruendet worden, um gegen die Menschenrechtsverletzungen und diktatorischen Regime in ihren Herkunftslaendern zu protestieren. 1995 organisierten von Abschiebung bedrohte Asylsuchende Protestaktionen gegen diese Abschiebungsdrohung und organisierten zusammen mit anderen Fluechtlingen weitere Aktionen, um ihre katastrophalen Lebensbedingungen hier in Deutschland oeffentlich aufzuzeigen. Ihr Engagement und die Aktionen in der Oeffentlichkeit brachte den AsylbewerberInnen viel Aufmerksamkeit und sie konnten damit ihre Absichten besser darstellen. Der Staat registrierte diese Selbstorganisierung der Fluechtlinge und ihre Aktivitaeten als =94Ein= e auslaendische Organisation in Deutschland". Um die Aktivitaeten einzuschraenken, forderten die Behoerden Repraesentanten und Namen. Schlussendlich wurde der Name =94The VOICE e.V.=94 registriert als ei= ne auslaendische Organisation in Deutschland. Das Gericht verlangte, dass The VOICE e.V. sich beim Finanzamt melden soll, um als deutsche Organisation anerkannt zu werden. The VOICE kam dieser Forderung nicht nach und wir erhalten kein Geld vom Staat. Wir arbeiten ohne Gewinnabsichten und Spenden an uns bestehen auf freiwilliger Basis. Die Zustaende der Fluechtlinge sind gekennzeichnet durch extreme soziale Ausgrenzung, Isolation und die taegliche Bedrohung durch Abschiebung. In Deutschland werden AsylbewerberInnen in ueberwachte Unterkuenfte in entlegene Gegenden zwangsverteilt. Das urspruengliche Hauptziel der Organisation war die Verbreitung von Informationen ueber Menschenrechtsverletzungen in afrikanischen Laendern, die sozialpolitische- und Umweltsituation in Afrika und anderen Laendern sowie die Arbeit fuer eine verbesserte Integration und gleiche menschliche Behandlung von Fluechtlingen und AsylbewerberInnen. Um diese Ziele zu erreichen, entstand The VOICE Afrika Forum mit =94Afrika=94 als Symbol fuer die Opfer von Unterdrueckung.
Im Lauf der Zeit wurde The VOICE Forum als selbst organisierte Fluechtlingsorganisation von vielen anderen Gruppen aus ganz Deutschland unterstuetzt.
The VOICE engagiert sich auch in dem bundesweiten Netzwerk =94Karawane fuer die Rechte der Fluechtlinge und MigrantInnen=94, einer sozialen Bewegung gegen Apartheid und Diskriminierung, rassistische Dominanz in Deutschland und gegen politische oder persoenliche Unterdrueckung von Fluechtlingen, die eine Fortsetzung der Unterdrueckung bedeutet, die sie in ihrem Herkunftsland erlitten haben. Gegenwaertig ist The VOICE Forum ein Netzwerk von MenschenrechtsaktivistInnen und unterstuetzenden Fluechtlingen, die nicht nur aus Afrika kommen, sondern auch aus Lateinamerika, Ost Europa und Asien.
The VOICE hat keine Raeumlichkeiten, ausser einem Buero in Jena, wo die Struktur der verschiedenen unabhaengigen VOICE Gruppen in einem breiten Netzwerk auf regionaler und bundesweiter Ebene oder in anderer Form nur koordiniert werden.
The VOICE Gruppen gibt es in Jena, Darmstadt, Goettingen und Iserlohn.

Die Basis unserer Menschenrechtskampagne:
Rechtauf freie persoenliche Entfaltung und auf Menschenwuerde Rechtauf Leben =96 Abschaffung von Folter, unmenschlicher und erniedrigender Behandlung Abschaffungvon Sklaverei und Zwangsarbeit Rechtauf persoenliche Freiheit und Sicherheit Rechtauf juristische Verteidigung, Zugang zu unabhaengigen Gerichten und Schutz der Menschenwuerde im Gefaengnis Schutzgegen Diskriminierung Rechtauf freie Religions- und Meinungsaeusserung und das Recht darauf, friedlich zu demonstrieren Rechtauf Privatsphaere Rechtauf Bewegungsfreiheit und freie Wahl des Wohnortes

Die Hauptprobleme, gegen die The VOICE kaempfen sind:
Kriminalisierung und Illegalisierung von Fluechtlingen gesellschaftlicheAusgrenzung von Menschen ohne Papiere rassistischeund diskriminierende Gesetzgebung und fehlende legale Unterstuetzung
Aufbau der 'Festung Europa' mit dem System der Uebergangslager und Abschiebegefaengnisse
kriminellestaatliche Massnahmen wie die systematische Ausgrenzung von Fluechtlingen und MigrantInnen und die fehlende Verfolgung von faschistischen/rassistischen Anschlaegen und Organisationen

Die Forderungen von The VOICE sind:
Verbesserung der Lebensbedingungen von Fluechtlingen
Abschiebestopp
Bewegungsfreiheitfuer Fluechtlinge in Europa
freieWahl von Wohnort und Art der Unterkunft
Gleichbehandlungin Arbeits-, Sozial-, Wohn- und Bildungsrechten
Schliessung aller isolierter AsylbewerberInnenunterkuenfte
Freiheitfuer alle politischen Gefangenen
Unterstuetzungvon zivilem Ungehorsam gegen Ungerechtigkeit
Die Verbreitung von Information ueber Europas Verwicklung in Kolonialismus, Waffenhandel, neo-liberaler Globalisierung mit umfassenden Kontrollmechnismen, rassistische Asyl- und Migrationsspolitik
Die Hauptaktivitaeten von The VOICE sind:
antirassistischeProteste gegen institutionalisierten Rassismus und Faschismus in Deutschland
Verbesserungvon Widerstandsstrategien: Organisierung von regionalen und bundesweiten Protestaktionen, Streiks, Unterschrift- und Faxkampagnen, Demonstrationen, Pressearbeit, Aufklaerung der Oeffentlichkeit, ziviler Ungehorsam, Seminare, und Besuche in AsylbewerberInnenheimen, und Organisierung von kulturellen Veranstaltungen
Kampagne fuer die Freilassung von politischen Gefangenen in verschiedenen Laendern, insbesondere Kamerun, Sudan, Sierra Leone und Togo
Mitorganisierung der Karawane fuer die Rechte von Fluechtlingen und MigrantInnen 2000 und dem Internationalen Fluechtlingskongress (gegen Abschiebung und soziale Ausgrenzung vom 20.4.=961.5.2000, Jena) =96 http://www.humanrights.de
Kampagnegegen Residenzpflicht in Deutschland, die Apartheid-Residenzpflicht Kampagne =96 Bewegungsfreiheit ist unser Recht (17.=9619.5.2001, Berlin)

Strategien des Widerstands
Es ist unbedingt notwendig, eine gemeinsame Strategie fuer internationale Solidaritaetsaktionen zu entwickeln, um gegen Abschiebung
und soziale Ausgrenzung von Fluechtlingen zu kaempfen. Fluechtlinge sollen durch Beteiligung an Menschenrechtsprotesten und Aktionen dazu ermutigt werden, sich in politischen Aktivitaeten zu engagieren, um alle Nationalitaeten zu vereinen im Widerstand gegen rassistische Migrationsgesetzgebung.
Die schwierige Situation von Fluechtlingen und MigrantInnen (extreme Isolation, drohende Abschiebung, die Bewegungsbeschraenkung innerhalb Deutschlands, das Arbeitsverbot, gesellschaftlicher und staatlicher Rassismus) zwingt viele Fluechtlinge, unterhalb der Armutsgrenze zu leben und erschwert ihnen damit die Moeglichkeit, fuer ihre Menschenrechte zu kaempfen. Vergangene Erfahrungen haben gezeigt, dass Selbstorganisierung fuer Fluechtlinge und MigrantInnen der einzige Weg ist, sich gegen die katastrophalen Uebergriffe zu wehren, die sie jeden Tag erleben muessen. The VOICE ruft deshalb alle Fluechtlinge, MigrantInnen und Asylsuchende dazu auf, sich selbst zu organisieren und gemeinsam mit anderen Netzwerke zu bilden, um dem rassistischen Staatssystem der Ausgrenzung und Abschiebung entgegen zu treten.

 

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