Nachfolgende Ausführungen stehen unter dem Vorbehalt, daß die Preissteigerungen oder Senkungen auch Preisanpassungen durch den Anbieter oder auch Lohnerhöhungen als Folge haben können, was ja in der Regel üblich ist (Bsp. Umsetzung Mehrwertsteuersenkung nur bei ICE, IC,EC und Bahncard).
Bei den beabsichtigten Spritpreiserhöhungen ist es so, daß es um das Jahr 2010 schon höhere Spritpreise gab (1,65 € für Super), was ohne Probleme vom Autofahrer hingenommen wurde (ohne Anpassung der Pendlerpauschale). Die Einseitigkeit der Pendlerpauschale hat sich mit der zusätzlichen Einführung der Mobilitätsprämie an Geringverdiener erledigt, die beim Finanzamt beantragt werden muß. Zwar hat man langfristig offensichtlich im Auge, daß das E-Auto irgendwann attraktiver wird, was zum Teil erst eintreten wird, wenn die E-Autos preislich wie technisch akzeptabel sind. Das E-Auto wird allerdings noch lange bei Langstreckenfahrern nicht geeignet sein. Auch die Erhöhung der Kfz-Steuer dürfte hier wegen fehlender Alternativen an ihre Grenzen stoßen. Z.B. werden diesbzgl. Urlaubsreisen damit nur teurer oder unerschwinglich ohne Ausgleich, denn die Bahn und die dann zudem teuren Flugreisen wären nicht geeignet. 
Die Crux liegt auch bei der Erweiterung der Bahn und sonstigen öffentlichen Nahverkehrs, der derzeit nur deshalb ungenügend ist, weil die Auslastung zu gering ist, was auch ökologische Bedeutung hat. Hier wird es wohl erst einmal eine Durststrecke dahingehend geben, daß die Nachfrage größer ist als das Angebot, wenn die Ersten sich völlig vom PKW getrennt haben. Leute, die einen PKW haben und auch mit der Bahn fahren sollen, sind hier weitgehendst uninteressant, weil der Betreffende idR nicht unerhebliche zusätzliche Mobilitätskosten hätte. In den Medien (z.B. PlusMinus, Das Erste, 09.10.19, 27.11.19; hartaberfair, 07.10.19) werden dazu ausschließlich einschränkende Sparangebote der Bahn angeführt, die für diese Kunden nicht selten ungeeignet sind und zudem noch Kosten beim Tram/Bus-Anschluß (Fahrt zum Betrieb etc.) anfallen können. Beim Vergleich des alleinigen Bahnfahrpreises bei Personen ohne Auto ist mit einem Regio-Normalticket die Bahn gegenüber einem Durchschnittsauto meißt etwas günstiger je nach Autotyp, jährlicher Kilometerleistung, PS, Schadenfreiheitsklasse etc. Der IC-Normalpreis wird meißt bei über 30 km Entfernung günstiger. Ab 2 Personen kann der Bahnpreis schon höher ausfallen. Tram/Bus und die Kosten für besondere Gepäckbeförderung fallen immer zusätzlich an. Der ÖPNV leidet insbesondere auch an der Pünktlichkeit, was besonders unangenehm ist bei verpassten Anschlussfahrten und in den Abendstunden mangels Nachtfahrangebots sogar zur Übernachtung auf Bahnhöfen oder im Freien führen kann. Linienersatzverkehr und mangelnder Service dahingehend verschlimmern das Ganze noch mehr. Aber auch in Zukunft werden wohl nach 22 Uhr von Sonntag bis Donnerstag Unternehmungen schon bei mittelgroßen Städten mit bis zu 70000 Einwohnern kaum möglich sein. Es bedarf auch Konzepte für Leute auf dem Land. Leerfahrten von Überlandbussen haben wir schon heute. Wie der von den Linken vorgeschlagene Ruf-Bus funktionieren soll, ist nicht bekannt. 
Die Mieten würden wegen der erhöhten Heizkosten zunächst ohne Klimaeffekt steigen, weil die erneuerbaren Energien noch unzureichend vorhanden sind. Eine Alternative hat der Bürger eine ganze Weile kaum, da Wohnungen mit alternativer Beheizung schlecht zu bekommen sein werden.

Beim Klimaprogramm der Regierung v. 20.09.19 rügten die Grünen das Fehlen eines Maßnahmepaketes. Es kamen auch viele Kritiken wegen eines zu niedrigen CO2-Preises. Die Regierung hat das aber bewußt so getan, redet aber um den heißen Brei herum, weil sonst ihre Versäumnisse der letzten 30 Jahre zu sehr sichtbar würden. Denn im Bericht der Enquete-Kommission von 1988 und noch einmal besonders im 4. IPCC-Bericht von 2007 ist das Problem deutlich genug bekannt gemacht worden und im Kyoto-Protokoll und Pariser Klimaabkommen von 2015 manifestiert worden.
Es will nun mit Anreizen das Verhalten der Bürger ändern. Belastend ist hier der CO2-Preis, der fossilen Energieverbrauch verteuert. Den kleinen und mittleren Einkommensbeziehern soll mit vielen kleinen Dingen wie z.B. billigeren Strom, einer geänderten Kfz-Steuer, beim Austausch von Heizungen, höheren Wohngeld und billigeren Bahnfahrten geholfen werden.
Tatsache ist aktuell, daß die E-Autos neben ihrer sonstigen Schwächen so teuer sind, daß selbst bei höheren CO2-Preisen ein Umstieg nicht zu erwarten ist. Er hätte im Extremfall zur Folge, daß Niedrigverdiener sich von ihrem Auto trennen müßten und wenn dann das E-Auto zur Verfügung steht, er wieder mit der höchsten Schadensfreiheitsklasse beginnen müßte. Das kann wegen des geringen Verdienstes ein neues Auto unmöglich machen. Im Übrigen bedürfte es der Erweiterung der erneuerbaren Energien um diese Autos umweltschonend bedienen zu können. Die Akkus würden also aktuell überwiegend mit CO2-intensiver Energie geladen. Die Halden für den Abbau der seltenen Erden für die Akkus dürften das geringere Übel sein. Ein Umstieg auf die ÖPNV leidet an o.g. Schwächen, weshalb auch hier nur eine geringe Bereitschaft zu erwarten wäre. Das sieht deshalb so aus und hat sich inzwischen bestätigt, daß die Regierung zunächst angefangen hat, Gelder zu generieren (Versäumnis). Am 01.10.19 hat die Regierung bekannt gegeben, daß der CO2-Preis Einnahmen für das Klimapaket von 18,8 Milliarden € (ein Drittel der Gesamtkosten) ausmache. Man geht offenbar davon aus, das erst in 5 Jahren die Machbarkeit und die ersten für viele Menschen vertretbaren Alternativen inkl. Infrastruktur zur Verfügung stehen und dann der Umstieg erst richtig in Gang kommt.
Es war also abzuwägen, ob uns diese Zeit bleibt und was der Bürger evtl. hinnehmen muß.
Inzwischen (05.11.19) hat die Regierung die Aufstellung von 50000 Ladesäulen bis Ende 2012 ins Auge gefaßt und die Kaufprämie von nunmehr 6000,- € auf das Jahr 2025 verlängert.

kstrompr.jpg (22397 Byte)
Der Entlastung bei den Strompreisen haben viele Stromversorger dem Kunden einen Strich durch die Rechnung gemacht, indem sie schon jetzt (09/2019) die Strom-Grundpreise drastisch erhöht haben.

klimawdl.jpg (13746 Byte)klimaend.jpg (13984 Byte)co2verlf.jpg (21917 Byte)angres.jpg (12899 Byte)humbug.jpg (9818 Byte)
Insoweit griff man in der Sendung Kontraste (Das Erste, 18.01.18) die Klimaschutzgegner scharf an und vertrat die wissenschaftliche Auffassung, je mehr Klimagase, um so mehr würde die Sonnenstrahlung auf die Erde zurückgeworfen und sie immer mehr erwärmt. Allerdings gibt es hier folgende zunächst recht plausibel klingende Gegendarstellung, die in der Sendung nicht erwähnt wurde:
Kohlendioxid (CO2) sei kein Schadstoff, sondern der wichtigste Pflanzennährstoff. CO2-Emissionen seien nicht klimaschädlich. Das Klima könne man nicht schützen und dieses brauche auch nicht geschützt zu werden. Das CO2 der Luft würde die 15µm-Infrarot-Abstrahlung der Erdoberfläche absorbieren und diese in Wärme umwandeln. Der geringe CO2-Gehalt der Luft von 0,04% reiche bereits aus, um fast die gesamte 15µm-IR-Abstrahlung zu absorbieren, was schon der Enquete-Bericht des Bundestages von 1988 feststellte. Diese Absorption sei damit längst gesättigt. Bei einer Verdoppelung des CO2-Gehaltes der Luft (also auf 0,08 %) würde sich die Globaltemperatur um nicht mehr als 1°C erhöhen. Hierüber dürfte unter Fachwissenschaftlern ein weitgehender Konsens bestehen. Sogar Prof. Rahmstorf stimme dem zu (https://scilogs.spektrum.de/klimalounge/am-puls-der-klimakrise-vortrag-rahmstorf-zum-klima/). Um eine Verdoppelung des CO2-Gehaltes der Atmosphäre zu erreichen, wäre es erforderlich, den gesamten Kohlenstoff-Vorrat der Erde zu verbrennen, was einige Jahrhunderte dauern dürfte. Daraus gehe hervor, daß das "Zwei-Grad-Ziel" der Frau Dr. Merkel totaler Unsinn sei. Der Kohlendioxid-Gehalt der Atmosphäre sei in den letzten 30 Jahren um 10% angestiegen, wobei sich die Globaltemperatur in dieser Zeit nicht erhöht habe. Die AfD meint, 10 % der Klimaforscher würden andere Klimamodelle haben (Höcke in Thüringen-Vierkampf, MDR, 14.10.19).

Das in den letzten 30 Jahren keine Globalerwärmung stattgefunden habe, kann obiger Grafik nicht entnommen werden. Merkwürdig ist wiederum, daß sich die Medien mit dieser Auffassung zur Klimaentwicklung bislang mit keinem Wort auseinandergesetzt haben.
Es stellt sich also die Frage, ob die Auffassung, daß der geringe CO2-Gehalt der Luft von 0,04% bereits ausreiche, um fast die gesamte 15µm-IR-Abstrahlung zu absorbieren, korrekt ist.
Wenn man mal die Sättigungstheorie als Grundlage nimmt, könnte es auch sein, daß bereits allein durch die bestehende Sättigung der Atmosphäre eine stetige Erwärmung der Erde vorliegt (Dokuaussage: Atmosphärenverschmutzung laufe wesentlich schneller ab als zur Klimakatastrophe vor Jahrmillionen (1000 Jahre)). Die Temperatur ist seit 1910, also zu Beginn starker Industrialisierung, zunächst langsam aber seit 1980 kontinuierlich angestiegen (NASA-Statistik). Daß unter dieser Prämisse mit der Atmosphärensättigung automatisch keine weitere Klimaerwärmung einhergehen muß, ist aufgrund der Pufferwirkung der Erde und des gegensätzlichen Verlaufs des Temperaturanstiegs im Vergleich zum CO2-Ausstoß höchst fraglich, zumal die Sättigung schon 1988 festgestellt wurde.
In dem Enquete-Bericht wird allerdings von einer Sättigung des CO2 gesprochen, aber selbst da ging man trotzdem davon aus, daß sich die Erdtemperatur bei einer CO2-Änderung von 0,03 auf 0,06 % um ca. 2 bis 4 °C erhöht (S. 190, 211, 214) .

An der Wärmezufuhr seit 1988 kann man feststellen, ob die Treibhausgasemissionen danach einen weiteren Anstieg verursacht haben. Wenn die Wärmezufuhr groß genug und die Wärmeabfuhr zu gering ist (grob ermittelbar über die Volumenausdehnung des Meeres), kommt die Erderwärmung nicht rechtzeitig zum Stillstand. Das hieße, die Uhr könnte schon ticken. Wenn weiteres Treibhausgas die Erde zusätzlich aufheizt, müßte das auch an einem höheren Wärmeeintrag erkennbar sein und damit auch an einer schnelleren Volumenausdehnung der Meere. Das Zwei-Grad-Ziel würde zwar das Risiko wie Stürme etc. oder mehr in Kauf nehmen aber letztendlich ggfs. die beteiligten Staaten verpflichten, notfalls die wesentlichen Treibhausgase der Atmosphäre abzubauen. Das war von Merkel sicherlich nicht beabsichtigt gewesen, weil sich Deutschland von dem Markthindernis des wirtschaftlichen Nachteils der Kraftstoff-Autoindustrie nicht so leicht lossagen konnte und sich von der Nichtverwertung der Kohle zur Energiegewinnung offenbar immernoch nur schwer lossagen kann.

Demgegenüber könnte das alles auch Folge einer natürlichen Erderwärmung sein, was aber anhand der wissenschaftlichen Daten als unwahrscheinlich angesehen werden muß. ZB. wurde laut Lexikon der DDR aus dem Jahre 1982 (also nicht westlich beeinflußt) von einem CO2-Gehalt in Höhe von nur 0,03 % gesprochen. Der CO2-Gehalt der Atmosphäre soll in der Lebensgeschichte der Erde sehr unterschiedlich gewesen sein nebst den zugehörigen Klimazuständen (Wikipedia: Stichwort "Kohlenstoffdioxid in der Erdatmosphäre). Von einer Atmosphärensättigung ist darin nichts erwähnt. In dieser wissenschaftlichen Abhandlung geht man davon aus, daß 3 Prozent des CO2 Menschengemacht ist, aber genau davon die Hälfte nicht mehr absorbiert würde und dieser Teil nun die Klimaerwärmung verursache. Es wird sogar für den günstigsten Fall prognostiziert, daß die augenblickliche Klimaerwärmung selbst bei einem sofortigen menschlichen CO2-Ausstoß von 0 % erst nach 100000 Jahren abgebaut sein werde, also die aktuellen Verhältnisse noch lange erhalten blieben.
Was bei Wikipedia etwas unklar rüberkommt, ist die Erderwärmung bei Verdoppelung des CO2-Gehaltes der Luft. Denn man geht dort bei einer vollständigen Verbrennung der Energieresourcen der Erde von einem CO2-Gehalt der Atmosphäre von 0,16 % aus (also dem Dreifachen), was eine Temperaturerhöhung von 4 - 10 °C zur Folge haben soll.
Ein so vage bestimmbarer Temperaturwert zeugt von großen Unsicherheiten bei seiner Ermittlung und kann eine Ursache des Wissenschaftsstreits sein und es wäre also nicht ganz auszuschließen, daß der Wert niedriger oder höher ausfällt. Die aktuellen Meßwerte (2019) zeigen allerdings bei den jetzigen 0,042 % CO2 eine Temperatursteigerung von durchschnittlich 0,9 Grad (Weltklimarat, 08.08.19) gegenüber dem Wert von 1881 bei dem das CO2 bei 0,028 % lag. Aus obiger Grafik zur Temperaturveränderung ist präziser ersichtlich, daß die Temperatursteigerung so richtig erst mit der CO2- Steigerung seit 1980 (0,03 % CO2) zugenommen hat, weshalb auch wahrscheinlich ist (abgesehen vom steileren Anstieg 2017), daß grafisch gesehen (CO2/dT), bei 0,06 % CO2 zunächst ein Temperaturanstieg auf dann mindestens 2 °C vorliegt. Die Wissenschaft (WBGU) sagt aber, daß 0,045 % der Grenzwert sei, damit die globale Temperatur nicht um mehr als 2° C ansteigt (Agenda 21, Stand: 09.11.15). Hier wird also ersichtlich, daß sich die 2° C erst später und gem. den Fakten der Wissenschaftler wohl ca. im Jahre 2060 einstellen (1 °C von 1980-2020 = 1 °C von 1920-2060) bei gleichbleibenden CO2-Äquivalent. Diese Temperatur wird etwas früher eintreten, wenn sich das CO2 nach 2030 weiter erhöht haben sollte und sie würde infolge auch weiter ansteigen. Das entspricht auch in etwa dem festgelegten Globalbudget (also dem der Welt) für den CO2-Ausstoß von 750 Mrd. Tonnen, daß im Jahre 2030 verbraucht sein würde. Die Wissenschaftler gehen aber auch davon aus, daß sich bei 2 °C die Kippunkte auswirken können, die eine unaufhaltbare Kettenreaktion auslösen, nicht rückgängig gemacht werden könne und zu einer Heißzeit führen kann (Zeit der Saurier oder schlimmer). Es liegt zugleich ein Widerspruch zum politischen 2°-Ziel vor, weil das zu spät wäre. Die Wissenschaftler haben inzwischen die Risiken bei 2° C erkannt und favorisieren nun gemäß dem Pariser Klimabkommen 1,5 ° C. Deshalb wird nun vom 1,5°-Ziel gesprochen. Dieser Wert würde wohl infolge eines CO2-Wert von 0,0435 % eintreten. Im Fall der Kippunkte können z.B. durch Abschmelzen des Permafrostes große Mengen Methan frei werden oder auch eine besondere Eisschmelze an den Polen einsetzen und damit den Klimawandel beschleunigen. Da der Differenzbetrag zum aktuellen CO2-Wert somit nur noch 0,0015 ist, könnten die 0,0435 % spätestens im Jahre 2025 erreicht sein.
Die deutsche Politik hat mit dem Klimapaket demnach so kalkuliert, daß der CO2-Ausstoß erst ab dem Jahre 2030 anfängt, sich zu verringern. Das könnte man Pokern nennen. Ganz allgemein verneint die Regierung trotz Aufforderung der Wirtschaftsweisen eine Neuverschuldung, weil man gegenüber den anderen EU-Staaten Vorbild sein wolle. Bei dem Klimapaket hat Deutschland bewußt einen mindestens 70 % höheren CO2-Ausstoß, als das Pariser Klimaabkommen vorgesehen hat, in Kauf genommen (Kontraste, Das Erste, 26.09.19).
Deshalb wäre es angezeigt, eine schnellere weltweite CO2-Reduzierung zu erreichen.  

co2entf.jpg (25060 Byte)kippunkt.jpg (10068 Byte) <<Kippunkte
Am 27.09.19 hatte man festgestellt, daß dem deutschen Klimapaket die CO2-Angaben fehlten. Hiermit war die geschätzte Minderungswirkung der politischen Maßnahmen in Mio. Tonnen CO2 Äquivalent in den einzelnen Wirtschaftsbereichen gemeint. Äquivalent bedeutet nur die Zusammenfassung aller wesentlichen Klimagase in einen Vergleichswert CO2. Die Politik wollte sich mit dem Weglassen dieser Werte offenbar nicht angreifbar machen. Vielleicht hat man auch nur verschleiern wollen, daß wir nur noch max. 8 Jahre Zeit haben, bis die 0,045 CO2 % erreicht sind. Das war wohl auch der Anlaß für die Medien, auf diesen Wert nicht  einzugehen. Lindners (FDP) Meinung (Tagesschau, 26.09.19), daß die Regierung mit dem CO2-Preis nur abkassieren könnte, sagt viel aus über die Haltung der Regierungspolitiker. Die Grünen hingegen verlangen zwar ordnungsrechtliche Maßnahmen, die auch angezeigt wären, die aber auch für die Grünen ersichtlich verpuffen mußten, weil sie nicht den schwerwiegenden Grund klar benannt haben. So kann man auch Klimapolitik machen, ohne das der fehlende Wille dieser Partei dem Bürger auffällt. Im Übrigen dürfte ein höherer CO2-Preis beim Bürger nicht die Lösung sein, weil marktwirtschaftlich gesehen die Alternativen nicht vorhanden sind. Das führt quasi nur zu einer Lohnerhöhung. Er macht also nur da Sinn, wo jetzt schon Alternativen vorhanden sind. Nichtmarktwirtschaftlich könnte man die Bürger und die Wirtschaft nach Vorbild der sozialistischen Planwirtschaft zur Askese verdonnern, was, wenn es ums Überleben geht, auch berechtigt sein kann. Es sind also schnellstens die erneuerbaren Energien zu komplettieren auch mittels Kreditaufnahme und es ist eine klimafreundliche Infrastruktur (Industrie, Tierhaltung, Bahn, ÖPVN, Autos, Heizung etc.) herzustellen. Erst dann kann der CO2-Preis, der den Bürger betrifft, erhöht werden, soweit das dann überhaupt noch erforderlich ist.
Übrigens gab es schon eine wissenschaftliche Anpassung dahingehend, daß man schon 1988 von einer Temperaturänderung von 0,5 ° C seit 1881 gesprochen hat. Die aktuellen Grafiken hingegen zeigen für 1988 nur noch 0,2 ° C an.

Soweit die Angaben zur Golfstromentwicklung stimmen, gab es eine Doku (ZDFdoku, 31.08.14; ZDFinfo, 24.04.18), in der Wissenschaftler feststellten, daß es am Ende des Perms (vor 250 Millionen Jahren) zu einem Golfstromstillstand und infolge zu einem Massensterben in den Meeren kam (s. auch Wikipedia). Der Golfstromstillstand kam bei einer Temperaturerhöhung von ca. 5° C infolge vieler Vulkanausbrüche (Sibirien) zustande. Das auf dem Meeresgrund sich befindende gefrorene und nun freigesetzte Methan (starkes Treibhausgas) verursachte das endgültige Massensterben auch an Land. Das alles lief ab in 50000 Jahren. In einer Doku (Katastrophen der Erdgeschichte, Phoenix, 29.04.18) wurde festgehalten, daß die Temperatur bis Ende dieses Jahrhunderts um 5 - 6 Grad steigen kann. Hingegen sprach der ZDF-Umweltexperte davon, daß die Klimaforscher die Auswirkungen noch nicht wüßten, wie sich die Methangasfreisetzung auf das Klima auswirken würde (ZDF-Spezial, 06.08.18). Dieser Denkansatz ist Gift, weil für Experimente hier kein Raum ist und sie sind auch nicht erforderlich.
Schellnhuber (Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung) erklärte -neben der Schilderung in naher Zukunft eintretender Katastrophen- an einem Witz (Illner, 19.08.18), "Ein Mensch fällt vom Dach des Empire-State-Building herunter, er rauscht in die Tiefe und segelt am zweiten Stock vorbei und sagt, bisher ist alles gut gegangen. In der Situation sind wir heute." Da die EU selbst und trotz ihrer aktuellen Klimaziele bei diesen Tatsachen noch nicht einmal Einsicht zeigen kann bzgl. des Zoll- und Exportstreits und keine Einigung erzielt wird und der Westen an seinem Hegemoniestreben festhält, scheint die nächste Katastrophe unausweichlich zu sein. Die Marktwirtschaft ist hier das große Hindernis und der Staat (Bsp. Arbeitsministerin Nahles (Nachrichten, 15.09.18)), Wirtschaftsminister Altmeier (Illner, 20.09.18) verwiesen z.B. beim Problem Kohlebergbau darauf, daß erst ein Strukturwandel (=öffentliche Maßnahmen zur Ansiedlung von Wirtschaft) erfolgen muß, ohne eine zeitliche Abwägung mit dem Klimarisiko vorzunehmen. Das sollte eigentlich auch den Gewerkschaften klar sein und Streiks dagegen sind nun wirklich nicht mehr angezeigt. Der Strukturwandel kann eben nicht primäres Ziel sein, sondern die Klimakatastrophe zu verhindern, wozu nicht nur ein Appell der Unterlassung betriebsbedingter Kündigungen an die Energieunternehmen genügt, sondern notfalls sogar eine Entschädigung der Kohlekumpel erforderlich machen kann (ebenso die Ministerpräsidenten aus Brandenburg, Sachsen und Sachsenanhalt, Tagesschau, 19.10.18). Die Kritik der Autoindustrie an dem eu-Klimaziel (minus 35 % Kohlendioxidausstoß (10.10.18)) bzgl. der negativen Folgen für die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie, der Autoarbeiter und Verbraucher zeigt das Hindernis Marktwirtschaft deutlich und daß sie überhaupt noch nichts verstanden haben.
Letztlich haben die Journalisten die Pflicht, auch die Position der Wissenschaftler darzustellen, die das Klimaproblem anders sehen. Die Bürger haben ein Anrecht darauf. Auf Fehlinterpretationen durch die Bürger können sich die Journalisten nicht stützen, denn solche Probleme haben wir auch bei des Bürgers Politikbewertung.
dnv-cl.jpg (24028 Byte)klimaco2.jpg (7505 Byte)

Dieser Technik-Konzern kann anscheinend schon anhand konkreter CO2-Emissionen die exakte Temperatur der Erderwärmung ermitteln. Spätestens 2050 müsse der Ausstoß von CO2 völlig klimaneutral sein mittels erneuerbarer Energien und Aufforstung, um das CO2 zu binden (Tagesschau, Das Erste, 08.10.18), usw. Die Waage, die den Ausgleich darstellt, bedeutet nichts anderes, daß alles überschüssige CO2 in der Atmospäre gebunden werden muß oder eben nicht entstehen darf, so daß wieder ein Wert von 0,03.% erreicht wird. Das hat die EU-Kommission mit ihrer Klimastrategie, nämlich keine CO2-Emissionen mehr ab 2050, bestätigt (28.11.18). Trump gibt mittlerweile den Klimawandel zu, bestreitet aber noch, daß er menschengemacht ist und denkt weiterhin an Jobs und Kosten. Die Infos über die Ausmaße des Klimawandels waren in den Medien bisher mehr als mangelhaft, obwohl eine gesicherte Zukunftsprognose, wie ersichtlich, einfach zu ermitteln gewesen war und dem Volk offenkundig vorenthalten wurde. Den Klimawissenschaftlern kann man wahrscheinlich vorwerfen, daß sie nicht alles getan haben, um den wesentlichen Aspekt, nämlich das zusätzliche und umgehende Erfordernis des Abbaus der bereits vorhandenen Klimagase aus der Atmosphäre dem Volke nahe zu bringen. Ihnen aber unterzujubeln (Ministerpräsident Haseloff, CDU, in Panorama, 29.11.18), Fortschritte seien nicht erreicht worden, weil sie nicht bereit waren, zu kandidieren und politische Verantwortung zu übernehmen, damit sie erkennen, wie es ist, so ein Studienergebnis in einer gesellschaftlichen und politischen Wirklichkeit umzusetzen, verkennt die Pflichten eines Klimawissenschaftlers und demgegenüber eines Politikers völlig. Einen Widerstand der Arbeitnehmer würde es nicht geben, weil deren Einkommen notfalls staatlich geregelt werden kann. Allein der Widerstand von gewinnstrebenden Unternehmen ist ein Problem, der aber zumeißt und nur darauf beruht, daß kein ausreichender zeitlicher Vorlauf von den Politikern eingeräumt wurde und wegen des internationalen Konkurrenzdruckes, da manche Länder zum Klimawandel eine andere Auffassung vertreten. Insoweit hat die EU-Kommission mit ihrem Klimaziel 2050 sehr wohl gezeigt, daß iVm Veröffentlichungen zur tatsächlichen Klimasituation zunächst politisches Handeln zu erfolgen hatte.   

Es ist zwar richtig, daß uns die Politiker und Medien ständig täuschen und auch Wissenschaftler mit eingebunden sind. Das hat aber noch nicht das Ausmaß angenommen, daß sämtliche Messdaten und wissenschaftlichen Abhandlungen verfälscht sind. Etwaige Ungereimtheiten würden noch sichtbar.
Welchen Zweck könnte eine Klimahysterie diesen Ausmaßes haben? Ein Zweck wäre heutzutage zwar, Präsident Trump zu stürzen, doch das Klimaproblem war auch schon vor seiner Amtszeit angegangen und damals von den USA nicht geleugnet worden. Nur die Staaten, die sich vorrangig durch ihre Erdölexporte finanzieren, wie Russland und Saudi-Arabien hätten ein Problem damit. Allerdings verfügt Russland dann immer noch über Erdgas, was weiterhin gebraucht würde. Russland leugnet das Klimaproblem aber nicht. Die USA und China sind zwar noch sehr an die fossilen Energieträger Öl und Kohle gebunden, aber in der Lage das schnell zu kompensieren. Auch China leugnet das Klimaproblem nicht. In Europa sind es Polen.Tschechien und Ungarn, die die Klimavorgaben nicht einhalten wollen.
Für eine vermeintlich vorgetäuschte Klimahysterie, wie die AfD meint, besteht also keine geostrategische Grundlage. Der häufig gemachte Einwand der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu anderen Ländern kann eigentlich nicht greifen. Da sich die meißten Länder zum Klimaschutz verpflichtet haben, unterliegen sie nämlich denselben Belastungen wie Deutschland, außer es wäre hier die Heuchelei einer nur vorgetäuschten Klimaschutzabsicht im Spiel.     

zurück